Hofgeschnatter
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Hallo Monika!Na, da habt ihr Euch aber was vo
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Paultschi:
Hallo,dann finden die Steine doch noch eine g
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GZi:
Euch ganz viel Erfolg bei der Arbeit und Spaß
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Dörte:
Uih, die Gänsekinder sind wirklich propper ge
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rosiE:
ich hab auch wühlmaus im frühbeet, aber keine
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Ausgewählter Beitrag

NACHRUF auf einen Streuner


Schon einmal vor 4 Jahren habe ich genau diesen Eintrag gebloggt und mich damals geirrt.

Es war nicht Justin, den wir in der Scheune fanden, es war ??? irgendjemand ...

Der tauchte nämlich wieder auf - immer wieder tauchte er auf und verschwand dann auch wieder für 2-3 Wochen. Manchmal war er monatelang jeden Abend vor der Tür dann hatte er offenbar im Ort heisse Frauen entdeckt und andere Futternäpfe und kam nach ausgedehnten Weibertouren nach Wochen völlig verrissen wieder zurück.


Doch diesmal war es eindeutig anders. Vor 3 Tagen kam ich um 20 Uhr nach Hause : " na, Du Haudegen" - begrüsste ich ihn schon von weitem. Er saß oben an der Haustür aber reagierte kaum.

Wie blind schoß es mir durch den Kopf, aber nein er guckte einen an, aber er hatte massive neurologische Ausfälle. Seinen Kopf hielt er ganz schief und lief nur in einem engen Linkskreis - ununterbrochen.

Das hatte ich schon oft befürchtet. Die Ohrmilben haben sich (so mal meine Laienmeinung) nun doch wieder vermehrt und sich quasi bis zum Gehirn "durchgefressen und verursachen diese klassischen Ausfallserscheinungen.


Er hat sich auf das Fressen gestürzt wie immer, aber auch seine linke Vorderpfote hing nach hinten. Zwischendurch immer wieder diese Linkskreise, schrecklich !

Kurzentschlossen wollten wir es doch noch mal wagen.

Wir wollen ihn einfangen und zum Einschläfern zur Tierärztin bringen....



Einfangen wollte ich ihn schon unzählige Male.

Zum ersten Mal sind wir damit vor 10 Jahren gescheitert als ich ihn, der so penetrant alles markierte auf dem Hof, zum kastrieren bringen wollte. Eine Narbe von damals hab ich heute noch an meiner rechten Hand.

Später als er so unzählige Male verletzt ankam (und er hatte eigentlich immer irgendwo was) - keine Chance


Wir haben es letztendlich darauf beruhen lassen, ihn regelmässig entfloht und entwurmt und gefüttert aber er kam nach seinen wochenlangen Ausflügen immer mit völlig blutig aufgerissenen Ohren wieder. Bis dann die Haut rund ums Ohr nur noch wie Pergament war, da reichte 1 Floh, 1 Kratzen und alles war großflächig offen.

Unten auf dem Bild (4 Jahre ist das alt) da hatte er sogar noch Ohren. Die schrumpelten immer mehr ins sich zusammen, rissen ein so das er zum Schluß sehr grotesk aussah.


Anfassen, streicheln das ging nur wenn er sehr ausgehungert war und dann nur während der kurzen Zeit in derer fraß. Da konnte er es dulden, das war der Moment wo ich eiligst wieder ein Spot on gegen Flöhe setzen konnte.

Tja es kam wie schon so oft kam. Uwe "bewaffnete" sich mit dicken Lederhandschuhen und ich hielt den Kennel.


Er konnte ihn sogar greifen und halb war er schon drin, da hat er sich mit letzter Kraft aufgebäumt, gebissen, sich verbissen im Handschuh und gekratzt.

Er hat sich rausgewunden, uns verächtlich angefaucht und ist irgendwie in die stockdunkle Nacht verschwunden.


Ich hab gesucht und ihn nicht gefunden. Mein Traum, das er sich sich eine ruhige trockene Scheunenstelle gesucht hat und dort verstorben ist.



Schlaf gut alter Kater - du hast es Dir verdient

 


 

Der Streuner

 

Gestatte mir - man nennt mich „Streuner“!
Mein Zuhaus´ die Straße ist;
ich zieh´ herum wie ein Zigeuner,
ähnlich schlecht mein Anseh´n ist.

Aber, Mensch, was soll ich machen??
Wär´ auch lieber wo daheim!!
Würd´ gern über Hunger lachen
und vor Frost geborgen sein!

Meine Freiheit ist viel wert,
muß ich offen eingesteh´n -
doch am heimeligen Herd,
ist´s im Winter doppelt schön!

Was soll´s - ich wurde nicht gefragt,
was mein Wunsch für´s Leben ist.
D´rum sag´ ich mir stets unverzagt:
Das Beste draus zu machen ist!

So zieh´ ich los auf meinen Wegen
und hoffe auf des Menschen Gunst.
Doch dieser hat vom Streunerleben
oft leider keinen blassen Dunst

„Ein Streuner - faßt den bloß nicht an!“
so ruft er seinen Kindern zu.
„Der schleppt bloß Krankheit uns heran!“
sagt er und schlägt die Türe zu.

Ein Mensch mit Herz, so ab und an,
lässt mich nicht lange warten,
stellt mir ein Schälchen Futter dann
in seinen schönen Garten.

Die meisten jedoch fürchten sehr,
ich könn´t mich d´ran gewöhnen,
und wollt´ vielleicht dann nimmermehr
dem Wanderleben frönen.

Heut kratz´ ich nun an Deiner Tür -
ob Du wohl freundlich mir gesinnt?
Ich bin erstaunt: Du öffnest mir -
und bittest mich ins Haus geschwind.

Freundlich redest Du mit mir,
während Du mir Futter gibst,
Fühl´ mich wohl zu Gast bei Dir!
Scheint, als ob Du Katzen liebst...

Wärme hüllt mich wohlig ein,
nicht länger quält der Hunger mich -
fast zu schön, um wahr zu sein!
Mensch - ich fühl mich königlich!

 

Nickname 07.11.2008, 15.42

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Kommentare zu diesem Beitrag

7. von Hannelore

Armes Kerlchen! Ich hoffe mit Dir, daß er jetzt seinen Frieden hat. Mit meiner Mutter hab ich schon öfter solche Streuner eingefangen und zum Tierarzt gebracht. Einen hatte sie sogar auf ihre Kosten operieren lassen und dann zu Hause aufgepäppelt, bis er wieder raus konnte, aber viele mußten eingeschläfert werden, wiel sie gar so schlecht dran waren. Mir tut das immer weh, aber es ist die bessere Lösung.

Herzliche Grüße
Hannelore

vom 09.11.2008, 10.58
6. von Hildegard

Liebe Monika, eigentlich wollte ich einen Kommentat schreiben, aber ich kann nicht. Ich bin sehr traurig.
Liebe Grüße

vom 08.11.2008, 12.16
5. von Sianna

Ach, mensch :-( Ich wünsche ihm, daß er seine ruhige Stelle für den Gang über die Regenbogenbrücke gefunden hat.
Es ist immer traurig, wenn jemand geht *sfz*
:katze:
LG
Sianna

vom 08.11.2008, 01.49
4. von landgeflüster

Ach, Monika, ist das ein trauriger und dennoch schöner Eintrag. Du, Liebe.

vom 07.11.2008, 21.43
3. von Cecie

es ist einfach grossartig, meine liebe, wie du dich um die ungewollten kümmerst. und es hört sich an wie leere worte, wenn ich das so schreibe, aber ich kanns nicht besser ausdrücken. sei dir gewiss, dass ich dich dafür noch 10x mehr schätze, als ich dich sowieso mag. und ich bewundere dich dafür, denn ich weiss, wieviel dazu gehört - sich um die tiere zu kümmern im guten und im schlechten, sie manchmal so zu sehen und nichts tun zu können.

ich drück dich.

vom 07.11.2008, 19.27
2. von Birgit

Hallo, Monika!

Ich habe Dein Blog vor ein paar Wochen (wieder-)entdeckt und gucke seitdem immer mal wieder rein.

Auch wenn Justins Geschichte einen sehr traurig stimmt - danke, dass Du sie mit uns geteilt hast!

Liebe Grüße

von Birgit

vom 07.11.2008, 18.33
1. von Petra

Lieber Himmel, das treibt mir ja Tränen in die Augen und in mein großes Katzenherz... :katze:
LG Petra

vom 07.11.2008, 18.08
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Margrit Baumgär
Hallo,
Gibt es vielleicht eine kleine Hofgeschichte (z.B. von Schafen) zu erzählen? Die Seite www.tiergeschichten.de würde sich freuen!!!
Margrit :maeh:
13.4.2012-18:44
Ulrike
Hallo ich habe mir das Buch gekauft sehr intressant. Habe von Dem Autor schon 2 aber das finde ich noch besser
22.10.2011-13:15
Ulrike
Hallo ich finde die Seite einfach toll macht weiter so :ente1:
3.10.2011-19:25
Inge aus HH
Danke für den Tipp für meinen Sammy, ich schau mal was es für ihn gibt.
:miau2:
28.8.2011-18:21
Carina
Liebe Monika, über Frau Landgeflüster bin ich auf diese wunderschöne Seite gekommen. Kompliment, ich lese gerne die Hofgeschichten. Liebe Grüße
6.5.2011-10:18